Erfahrungsbericht zur Winter School "Assistive Thinking"

Im März 2014 führte die Abteilung Medienpädagogik/Bildungsinformatik im Rahmen des Moduls MP7: "Onlinebasierte Wissenspraktiken und Vernetzung" eine fünftägige Winter school durch. Ziel war es, sowohl das pädagogische Konzept "Design als Untersuchung" (design as inquiry) in der Lehre zu verankern, als auch soziale Implikationen der Verwobenheit von Mensch und Technologie auszuloten. Auf den folgenden Seiten berichtet Christoph Schröder (Master Student, CAU Kiel) von seinen Erfahrungen:

http://www.knowledge-through-design.uni-kiel.de/component/k2/item/194-winterschool2014experience

Einladung zu Vorträgen im Rahmen der Winter School "Assistive Thinking"

Die Abteilung Medienpädagogik/ Bildungsinformatik des Instituts für Pädagogik möchte Sie im Rahmen der Winter School unter dem Titel „Assistive Thinking – Soziale Implikationen der Verwobenheit von Mensch und Technologie“ herzlich zu folgenden öffentlichen Vorträgen einladen:

 

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Winter school - März 2014

Assistive Thinking | Soziale Implikationen der Verwobenheit Mensch und Technologie

Wie die Geophysiker gestern, so die Soziologen morgen? Mittels technologischer Frühwarnsysteme, wie dem Seismografen, können Wissenschaftler Erdbeben vorhersagen bevor sie ausbrechen. Kann im Zeitalter von Prism, Mega-Data und facebook bald auch menschliches Denken vorhergesagt werden? Oder ist menschliches Handeln und Denken unvorhersehbar, weil wir stets kreativ neue Lösungen suchen und entwickeln?

Das Leben in der Wissensgesellschaft stellt Anforderungen an Denken, Arbeiten, Lernen. Daher versuchen wir Kommunikation und Denken durch Technologien zu unterstützen und zu optimieren. Dabei schaffen wir Technologien, die unsere Denk- und Kommunikationsfähigkeiten erneut als begrenzt erscheinen lassen. Wir sind unperfekt. Unser Gehirn ist unperfekt. Oder lässt sich der Mensch mithilfe von Technologien perfektionieren?

Das Thema der fünftägigen Winterschool "Soziale Implikationen der Verwobenheit von Mensch und Technologie" versucht auszuloten, welche Möglichkeiten ubiquitärer und hybrider Informations- und Kommunikationstechnologien sozial denkbar und wünschenswert sind, bzw. welche von Menschen abgelehnt werden und sozial nicht anschlussfähig erscheinen.

Termine

Winterschool: 03.- 07. März 2014
Ort: OS75/S1 - R.506

Vorbesprechung:

29. Oktober 2013, 18:00 - 20:00 Uhr, Raum OS75/S1 - R.506 (verbindliche Anmeldung in der Vorbesprechung)

Sondertermin:

3. Dezember 2013, 18:00 - 20:00 Uhr, Raum OS75/S1 - R.506

Forschungsbasierter Entwurf

In einem Prozess der kreativen Problemlösung und gestaltungsorientierten Forschung erlernen Studierende die Entwicklung innovativer Konzepte. Der Ansatz "research through design" ermöglicht es den Studierenden forschungsbasierte Entscheidungen zu treffen, um Handlungsalternativen und innovative Lösungen in interdisziplinären Teams zu entwickeln. Das bedeutet, dass durch die Formulierung von Hypothesen und durch eine prototypische Erprobung zugrundeliegende Annahmen, soziale und gesellschaftliche Implikationen reflektierbar werden. Im gestaltungsorientierten Forschungsprozess wird Wissen generiert, das sowohl empirisch als auch theoretisch fundiert wird. Studierende lernen, Entscheidungen verantwortungsbewusst zu treffen, ethische und gesellschaftliche Fragen zu bedenken und einzubringen. Sie erwerben ein Methodenrepertoire, welches ihnen die Lösung komplexer Probleme innerhalb zahlreicher Berufsfelder ermöglicht, führen Evaluationen durch und generieren Wissen. Dabei gewinnen sie einen Einblick in ethnografische Methoden und partizipatives Design.

Lernformen

Die Winterschool bietet verschiedene Lernformen an: ein World Café um den persönlichen Bezug zur eigenen Erfahrung herzustellen, Open Space um Themen zu entwickeln und zu setzen, Methodenworkshops um Konzepte und Wissen empirisch zu fundieren, Prototyping sowie einen designorientierten Forschungsprozess in der Tradition des „research through design“. Ein Keynote Speaker wird einen Vortrag halten.

Studierende werden aufgefordert basierend auf den Vorgehensweisen und den Ergebnissen ein „paper“ nach Kriterien einer wissenschaftlichen peer-reviewed Konferenz zu schreiben und einzureichen / zu veröffentlichen.

Anrechnung

Die ECTS-Punkte (8) können für den Bereich komplementäre Studien (ZfS) angerechnet werden. Für die Anrechnung von ECTS-Punkten wenden sie sich bitte an die fachspezifischen StudienberaterInnen. Im Sinne des interdisziplinären Austausches stehen zehn Seminarplätze für Studierende aller Fächer offen. Ihre Teilnahme ist erwünscht.

Unter anderem wären folgende Fragestellungen möglich: Welche Technologien spielen hinsichtlich neuer Softwareentwicklungen eine Rolle für Arbeit, Kommunikation und Lernen? Ist die Nutzung von Social Networks innerhalb des Arbeitsprozesses ethisch vertretbar oder moralisch verwerflich?

Kontakt und Beratung

Institut für Pädagogik
Abteilung Medienpädagogik / Bildungsinformatik
Olshausenstr. 75, 24118 Kiel, 5. Stock

Sabine Reisas, M.A.

Raum 512
+49 431 880-5572
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Sprechstunde: Di 11:00 – 12:00

Dr. Friedrich-Wilhelm Lehmhaus

Raum 530
+49 431 880-2935
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Sprechstunde: nach Vereinbarung

Prof. Dr. Heidrun Allert

Raum 508
+49 431 880-2956
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Sprechstunde: Di 10:00 – 11:00

Gefördert durch PerLe Fond für Lehrinnovation und dem Bundesminiterium für Bildung und Forschung: